Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Civil-Courage, härtere Bestrafung und die Einführung der 0,0 Promille-Grenze

Sind Fahrradfahrer Freiwild für verantwortungslose Kraftfahrer?

Als Fahrradfahrer sollten wir - auch in Deutschland - absolut darauf vertrauen können, dass wir nicht von verantwortungslosen LKW-Fahrern überrollt werden. Nach meiner Meinung muss deshalb eine gewisse Abschreckung vor solchen Gewalttaten bestehen. Dies muss unseres Ermessens im Vorfeld und - falls dies versagt - nachher durch eine besonders harte Bestrafung gewährleistet werden.

In dem hier beschriebenen Fall hätte es wohl jeden Radler treffen können. Wie man bei einer Probefahrt selbst feststellen kann, kommt der Fahrradweg den man auf dem Foto sieht, erst kurz vorher aus einer Ortschaft. Eine Benutzungspflicht war z.B. aus Richtung Kothausen oder Mönchengladbach nicht erkennbar. Bei Dunkelheit und bei ordnungsgemäß (lt. STVO) eingestellten Fahrradscheinwerfern sind - die viel zu hoch montierten - Radweg-Verkehrsschilder ohnehin nicht erkennbar.

Es gibt Autofahrer, die extrem nah an Fahrradfahrern vorbei fahren bzw. diese abdrängen. Unsere Meinung: Wer so agressiv das Leben friedlicher umweltfreundlicher Verkehrsteilnehmer gefährdet oder auf andere Weise seine Verantwortungslosigkeit beweist, gehört nicht in den Straßenverkehr. Er muss rechtzeitig daraus entfernt werden.

Einige glauben sogar an einen geplanten Mord, da es sich bei dem Opfer um einen Aktivisten handelte. Nach den Angaben der Polizei haben sich dafür aber keine Anhaltspunkte ergeben.



In ungezählten E-Mails und Gesprächen wurde der Vater des Opfers dazu ermutigt, für solche Verbrecher eine lebenslange Freiheitsstrafe und Sicherheitsverwahrung zu fordern.

Sonst wären wir nach meiner Meinung Radler Freiwild. Kein Radfahrer könnte sich mehr auf die Straße trauen. Radfahren ist aber u. A. wegen der Umweltfreundlichkeit und der positiven Wirkung für unsere Gesundheit sehr wichtig.

Auslöser für diese Forderung war das skrupellose Verhalten von Michel M. aus Mönchengladbach- Rheindahlen (früher Greifswald).

Diesem Mann war der Führerschein wegen seines verantwortungslosen bzw. alkoholisierten Fahrens entzogen worden. Das Fahrverbot hat ihn nicht interessiert. Er konnte jahrelang trotz dem mit einem Auto fahren.

Dann wurde er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Auch das hat ihn nicht beeindrucken können. Er ist wieder weiter immer wieder ohne Erlaubnis gefahren.










Aufnahme von einer gemeinsame Fahrradtour des Vaters - der nun nicht mehr Fahrrad fahren kann - und des Opfers

Später hat er dann Bernd Seiffert totgefahren und - ohne Hilfe zu holen oder zu benachrichtigen - in der Kälte verbluten lassen, um seine Straftat zu vertuschen. Dass er dann trotz des Wissens um den Tod von Bernd Seiffert wieder in ein Auto gestiegen ist (mit einer Flasche Bier) und gemäß Zeugenaussagen sogar noch scherzte, beweist endgültig die Unbelehrbarkeit, Brutalität und Skrupellosigkeit dieses Menschen.





Mit diesem Kleinlaster (Mercedes-Sprinter) wurde das Opfer mit großer Geschwindigkeit angefahren.
Der rechte Aussenspiegel und Fahrzeugteile wurden dabei abgerissen und flogen in die Gegend. Bernd Seiffert wurde gegen einen Poller geschleudert. Dabei wurde der Fahrradhelm zerstört.






Der Täter hat ihn - ohne zu helfen oder einen Helfer zu benachrichtigen - hilflos verbluten lassen, um seine Straftat des erneuten Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu verdecken.






Michel M. hat wirklich viele Chancen gehabt, sich zu bessern. Weder der Entzug des Führerscheins mit dem Fahrverbot noch die Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrelaubnis hat ihn zum Nachdenken gebracht.








Selbst der von ihm verursachte Tod eines Menschen hat keine Reue oder Umkehr bewirkt.


Die Betrachtung der Persönlichkeits-Struktur zeigt dass alle Versuche der Besserung zum Scheitern verurteilt sind.
   
Ihm wieder die Gelegenheit zum Mord zu geben, halte ich für unverantwortlich. Hoffentlich werden nach seiner Entlassung nicht weitere Menschen von ihm umgebracht.



Er - dem man deshalb, weil er eine Gefahr für das Leben anderer ist, die Fahrerlaubnis entzogen hatte, der danach bereits wieder das Leben der Allgemeinheit gefährdet hatte und deshalb wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt wurde - war so unbegreiflich skrupellos und gewissenlos: 



(Todesopfer Bernd Seiffert)

 Selbst nachdem er bei einer erneuten illegalen Fahrt jemanden totgefahren hatte, ist er wieder alkoholisiert und widerrechtlich in ein Auto gestiegen, damit gefahren und hat uns alle damit gefährdet. 


So viel Skrupel- und Gewissenlosigkeit ist für mich und für die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft absolut unbegreifbar. Nach meiner Meinung - und das ist auch die Meinung der (schweigenden) Mehrheit in unserer Gesellschaft - müssen wir alle nachhaltig vor solchen "Unbelehrbaren" geschützt werden. Das kann nach meiner Meinung nur durch eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung erreicht werden.

Wie kommt ein so verantwortungsloser und skrupelloser Mann, der Fahrverbot hat bzw. dem der Führerschein entzogen wurde und der bereits wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt ist, an den Firmenwagen? Warum ist das so lange nicht aufgefallen? Wie ist es möglich, dass er über einen privaten PKW so lange verfügen konnte? Warum hat ihn niemand vom Fahren abgehalten? Wer hat ihn mit dem Besorgen von Alkoholnachschub beauftragt? Warum wurde ein notorischer Fahrer ohne Fahrerlaubnis nicht überwacht? Wer hat den Unfallschaden notdürftig repariert? Es sieht so aus, als wenn sich hier einige schuldig gemacht haben.



Das Waffenrecht wurde vor Jahren in Deutschland aufgrund von schmerzlichen Erfahrungen erheblich verschärft. An eine Waffe (Feuerwaffe) zu kommen ist inzwischen nicht mehr so einfach. Aber auch ein Auto ist eine ebenso tödliche Waffe.

Ich meine: Wenn bekannt ist, dass jemand völlig verantwortungslos handelt, sollte wirklich sichergestellt werden, dass "solche tickenden Zeitbomben" nicht an ein KFZ kommen können.









Der Firmeninhaber behauptet, er habe nicht gewusst, das Michel Marquardt keinen Führerschein mehr besitzt. Von den jungen Leuten, die mit ihm am Abend der Todesfahrt zusammen gefeiert haben, hat keiner den alkoholisierten und führescheinlosen Michel Marquardt vom Fahren abgehalten. Die Polizei ging wohl sogar davon aus, dass man ihn mit dem Alkoholnachschub beauftragt hatte.



Es stellt sich die Frage, wie man unsere Gesellschaft im Vorfeld - und auch später - besser vor solchen Verbrechern schützen kann.

Der Tod des Radfahrers soll nicht ganz sinnlos sein. Ziel ist es darauf hin zu wirken, dass wir alle sensibilisiert sind. 








(Bernd Seiffert)

 Wenn dies dadurch erreicht wird und wenn das Bewusstsein geschärft wird, dass solche Skrupellosen keine weitere Gelegenheit für Verbrechen bekommen sollen, ist er nicht umsonst gestorben.


Im Mai 2010 hat der Vater Rainer Seiffert mit vielen Anderen zusammen eine öffentlichen Petition (Straßenverkehrsordnung - Reduzierung auf 0,0 Promille-Grenze im Straßenverkehr) unterzeichnet.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=12043




Das Urteil des BGH, der verfügte, dass das LG Mönchengladbach noch prüfen muss, ob eine weitere Milderung der Haftstrafe möglich ist, ist das falsche Signal an Rechtsbrecher. Die unbescholtenen anständigen Verkehrsteilnehmer müssen vor Verbrechern geschützt werden.







Mit immer neuer Milde werden skrupellose Verkehrsgefährder nicht auf die Folgen ihres Tuns aufmerksam gemacht und nicht zum Nachdenken gebracht. Wenn nicht rechtzeitig eingeschritten wird und wenn keine wirklich abschreckende Strafen verhängt werden, sinkt leider bei allzuvielen Zeitgenossen die Hemmschwelle zu einem Verhalten, welches Menschenleben gefährdet. So werden sie auch eher dazu neigen, sich durch eine menschenverachtende Flucht - mit Inkaufnahme des Todes ihrer Opfer - aus der Affäre zu ziehen. 

Was ist ein Menschenleben bzw. was ist unsere Sicherheit und Gesundheit wert?

Wir glauben, dass hier der Gesetzgeber gefordert ist. Wesentlich strengere Gesetze mit deutlich höheren Mindeststrafen bei Verkehrsverstößen - insbesondere solchen, wie dem oben geschilderte Beispiel - sind von Nöten.   

Der folgende Link führt zu einem abschreckenden Video von Verkehrsunfällen:
https://www.facebook.com/photo.php?v=139282139417407&set=vb.100000068640938&type=2&theater